Eine Rauferei mit Folgen

24.07.03:  
Ein am Bodensee-Strand von Aikan gefundener alter kaputter Kong hatte leider eine heftige Fetzerei zwischen meinen beiden zur Folge.
 
Ergebnis:
Bei Yuki eine dicke Backe und ein abgebrochener Reisszahn, bei Aikan zwei tiefe Löcher im Bein.
   
Erst dachte ich, die Löcher seien nicht so schlimm, aber da Aikan nicht nur humpelte, sondern das Bein wegstreckte und überhaupt nicht mehr lief, hielt ich es für besser, einen Tierarzt aufzusuchen. Leider ein fataler Fehler.
   

Denn der Tierarzt machte ein Röntgenbild und stellte darauf an der Bissstelle ein Objekt fest, welches da nicht hingehört. Und da Yuki ja ein Stück Zahn verloren hatte, schloss er daraus: in Aikans Bein steckt dieser Zahn, und der muss operativ entfernt werden.
   
Also wurde für den nächsten Morgen ein OP-Termin in einer Stuttgarter Tierklinik festgemacht.
Ich war dabei, als Aikan einschlief und er wachte in meinen Armen wieder auf. Dazwischen lagen drei (!) Stunden Narkose. Die operierende Ärztin teilte mir mit, sie habe zwar alles abgesucht, aber leider keinen Fremdkörper gefunden. Es gäbe da lediglich calzifiziertes Material, das mit dem Knochen verwachsen sei, unbekannten Ursprungs aber jedenfalls nicht vom Kampf. Eine Gewebeprobe hatte sie aber nicht entnommen.
     
Die ganze lange OP umsonst!!!! Fehldiagnose.

Wenigstens hat Aikan die Narkose gut überstanden. Erleichtert nahm ich mein kleines Häufchen Elend wieder mit nach Hause.

     
Beim Verbandswechseln traf mich dann der nächste Schlag: aus den zwei Löchern hatte es die Tierärztin doch tatsächlich geschafft, zwei ca 8 cm lange Schnitte jeweils an der Innen- und Aussenseite des Beins zu machen!

Ich könnte heute noch heulen, wenn ich die Bilder sehe. Hätte ich doch nur ein wenig abgewartet und nicht  vorschnell eine Tierklinik aufgesucht....

     
Und was der sog. "Fremdkörper" auf dem Röntgenbild nun ist, wissen wir bis heute nicht. Weder die Ärztin der Klinik noch mein Haus-Tierarzt, der noch Kollegen befragte, konnten mir darauf eine Antwort geben. Eine frühere Verletzung wird ebenso ausgeschlossen wie ein Tumor, der normalerweise anders aussieht. Fest steht nur, dass es ein Zufallsbefund ist, der nichts mit der Rauferei zu tun hat! Was ist der arme Aikan doch nur für ein Pechvogel! Bleibt nur zu hoffen, dass nichts Ernstes dahintersteckt!!!
         
   
         
Für alle treuen Fans von Aikan noch eine erfreuliche Nachricht: es geht ihm heute, am 14.08., wieder sehr gut. Die Fäden sind gezogen, alles ist ohne Komplikationen verheilt, Beschwerden hat er keine. Er darf sogar wieder baden!
Wir werden ihn in ein paar Monaten nochmal röntgen lassen, um zu sehen, ob sich etwas verändert. Bis dahin bleibt nur abwarten und hoffen.

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